Was könnte besser zu Frühling und Osterfest passen als herzige, liebenswerte Hasen! Noch dazu nicht irgendwelche, sondern welche von Albrecht Dürer.
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Eine heiter gestimmte Szene: Drei Hasen vergnügen sich im Gras. Ganz nach dem Motto „Ein Dürer für alle!“, stammt das Sujet der Münze aus dem meisterlichen Holzschnitt „Heilige Familie mit den drei Hasen“, datiert auf zirka 1497, befindlich in der Sammlung Albertina in Wien, die übrigens 2026 ihr 250-Jahr-Jubiläum feiert.
Große kleine Freuden
Die Münze beweist Liebe zum Detail und holt das Hasentrio ganz nah vor unsere Augen: Ein Hase springt herum, ein zweiter putzt ganz weltvergessen seine Pfote, ein dritter lugt hinter dessen Ohr hervor.
Anders als bei seinem berühmten Feldhasen, 1502, quasi einem Nachfahren der drei Hasen, liegt Dürers Fokus hier nicht so sehr auf Naturtreue und Exaktheit, vielmehr auf einer locker-leichten Andeutung von „Zwischenmenschlichkeit“: Der dritte Hase hat dem zweiten sanft eine Pfote auf die Schulter gelegt, ganz freundschaftlich und persönlich – und so gütig und milde wie der Frühling selbst.
Warum starrt uns einer der Hasen so an?
Der mittlere Hase schaut uns unverwandt an, er blickt uns direkt in die Augen. Das Bild, das wir anschauen, schaut also zurück. Der Hase fixiert uns, als wollte er sagen: Na, was fangen wir jetzt miteinander an! Dieser „Trick“ trägt dazu bei, dass aus einem bloßen Liniengewirr Wirklichkeit wird.
Was an Dürer so begeistert
Albrecht Dürer der Jüngere, geboren am 21. Mai 1471 in Nürnberg, gestorben am 6. April 1528 ebenda, war ein deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker. Er zählt zu den herausragenden Vertretern der Renaissance. – Seit einem halben Jahrtausend besteht unter den Menschen Einigkeit über seine Geltung. Bis heute ist seine Beliebtheit ungebrochen, und das wird auch in Zukunft so sein. Aber warum ist das so? Es ist bekannt, dass Dürer umfangreiche Studien zu seinen Sujets betrieben hat, in diesem Fall zum Verhalten dieser putzigen Tiere. Dürer unternahm alle Anstrengungen, um über das bloße Abbilden dreier Hasen hinauszugelangen. Er wollte möglichst tief ins Leben eintauchen; und diese unwiderstehliche Sehnsucht ist wohl einer von vielen guten Gründen, warum Dürer die Menschen so berührt.
Die Münzbilder
Die eine Seite zeigt im Zentrum drei Hasen. Sie sind von verschiedenen Gräsern und Blumen eingerahmt. Das Motiv stellt einen kleinen Ausschnitt aus dem Holzschnitt „Die Heilige Familie mit den drei Hasen“ dar, zirka 1497, der für die Münze adaptiert wurde (etwa wurde der hoppelnde Hase an die anderen beiden herangerückt). Rechts neben den Hasen befindet sich das Monogramm von Albrecht Dürer: Unter dem Dach des A ein D mit doppelter Senkrechte.
Wie bei den vorhergegangenen österreichischen 5-Euro-Münzen sind auf der Wertseite der neuneckigen Münze die neun Landeswappen im Kreis angeordnet.
Das Hasentrio: nicht zu verwechseln mit Dürers berühmtem Feldhasen, den wir schon 2016 auf Münzen geprägt hatten; einige wenige Exemplare in Kupfer sind noch erhältlich.
| Artikelnummer | 28208 |
| Ausgabetag | 25. Februar 2026 |
| Qualität | Normalprägung |
| Serie | Ostermünzen |
| Anlass | Ostern |
| Nennwert | 5 Euro |
| Durchmesser | 28,50 mm |
| Graveure | Helmut Andexlinger, Anna Schlindner, Rebecca Wilding |
| Legierung | Kupfer Cu 999 |
| Gesamtgewicht | 8,90 g |
| Lieferumfang | Unverpackt |
| Auflage (Normalprägung) | 200.000 |
| Auflage (Handgehoben) | 50.000 |